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Dimmu Borgir: Abrahadabra (CD-Review)

Wild ging es in den Medien zu, viel über Zerwürfnisse der Band ist bekannt geworden! Mit einem neuen Album habe ich nicht gerechnet. Als dann noch Mustis und ICS Vortex die Band verließen oder besser gesagt als ihnen der Abschied nahe gelegt wurde, sah ich schon das Aus der Death-Metaller!

Aber Nein! Für 2010 wurde ein neues Album angekündigt, mit viel Tam Tam und Trara wurden Bahnbrechende neue Tracks angekündigt. Wie in „In Sorte Diaboli“ sollte es auch hier wieder Orchester und Chor-Unterstützung geben, sowie mehrere Gaststars!
„Abrahadabra“ heißt das 9. Studioalbum und über 100 Musiker in Form des norwegischen Radio Orchesters und des Schola Cantorum Chors haben mitgewirkt!
Interessanterweise wurde Mustis an den Tasten nicht ersetzt, und ICS auf dem Album durch Snowy Shaw!
Es war zu erwarten, das dieses Album ein völlig neues Konzept innehaben musste, doch das „Abrahadabra“ in einer solch herben Enttäuschung resultieren würde hätte ich nicht gedacht.
Das das Album klar zu den schwächsten Releases gehört, bemerkt man schon bei der Gitarrenarbeit. Silenoz und Galder knüpfen hierbei an frühere Erfolge von „Death Cult Armageddon“ an. Im Prinzip kopieren sie sich selbst, meistens besteht der Eindruck die relativ eintönigen Riffs schon mal gehört zu haben. Von neuen Ideen oder gar einem druckvollen, präsenten Gitarrensound bemerkt man auf dem Album wenig bis gar nichts. Selbiges gilt leider auch für das Schlagzeug, trotz beeindruckender Fähigkeiten des Drummers Darek Brozozowski, gehen die mal etwas markanteren Drumparts dann in den orchestralen Passagen unter. Die Abmischung zwischen klassischen und Metalinstrumenten ist nicht gelungen, so ist der sonst so imposante und mächtige Sound den wir von Dimmu Borgir gewohnt sind, sehr flach und nichts sagend. Leider sind auch dadurch jegliche Black-Metal-„Schockmomente“ des Black Metals verloren gegangen, die Dimmu Borgir in ihrer frühen Phase so geprägt hatten.

Positiv ist zu sagen, dass die orchestralen Passagen nicht schlecht gemacht sind, das Orchester ist groß, bläserlastig und vermittelt doch eine gewisse Atmosphäre, die seit „Progenies of the Great Apocalypse“ im Sound integriert ist. Diese wird aber leider getrübt von den teilweise lächerlichen Chören, die in einem Song wie „Born Treacherous“ oder „Dimmu Borgir“ fast schon lächerlich wirken. Der Versuch einen epischen Chor aufzubauen in Richtung Dies Irae oder Carmina Burana geht einfach nur völlig schief.
Hierbei vermisse ich auch den Cleangesang von ICS Vortex, der teilweise von Snowy Shaw imitiert wird, was mich ICS noch mehr vermissen lässt. Snowy versucht zwar dem Original gerecht zu werden, doch vielleicht ist genau das der Fehler! Es wird klar, das der Rauswurf von ICS der Band absolut keinen musikalischen Gefallen getan hat.
Auch Mustis fehlt im Sogwriting, was sich in unglaublich belanglosen Tracks wie „The Demiurge Molecule“ und „Chess with the Abyss“ äußert. Mut zum Experiment rechne ich den Norwegern in der Single „Gateways“ an. Diese gehört bekanntlich zu den besseren Tracks, auch wenn der Gesangspart der Gastmusikerin Agnete Kjolsrud durchaus gewagt und vor allem gewöhnungsbedürftig erscheint.


Zusammenfassend überzeugt mich „Abrahadabra“ nicht, und zeigt mir wie sehr sich die Band mit dem Rauswurf von Mustis und ICS Vortex musikalisch geschadet hat. Das Album zeigt die Band auf einem erschreckend niedrigem kreativen Niveau. Das Songwriting mag zwar professionell klingen, ist aber von Mängeln nur so durchzogen. Trotz einiger netter Details (Betonung liegt auf Nett!) sind die Norweger weit von ihrer Hoch-Zeit entfernt.
Für mich die Enttäuschung des Jahres!!

3 von 10 Punkten

Christian Dotzer


Tracklist:

Xibir
Born Treacherous
Gateways
Chess with the Abyss
Dimmu Borgir
Ritualist
The Demiurge Molecule
A Jewel Traced Through Coal
Renewal
Endings And Continuations
3.7.12 12:32
 


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